54 Mal war die Freiwillige Feuerwehr Pöttmes im vergangenen Jahr im Einsatz. 424 Einsatzstunden kamen dabei zusammen. Das berichtete Kommandant Richard Hammerl bei der 142. Jahreshauptversammlung am Samstag. Zahlreiche Menschenleben wurden gerettet, zwei Menschen konnten nur tot geborgen werden.

Über 1000 Arbeitsstunden fielen laut Hammerl bei den 230 Übungen sowie Fahrzeug- und Gerätewartungen an. Hammerl bestätigte, dass die Wehr immer öfter zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert werde. Wenn die Dienste aus Neuburg oder Aichach nicht innerhalb der Hilfsfrist zur Verfügung stünden, seien seine Mannen schneller vor Ort, sagte er. Ausdrücklich hob er die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Wehren hervor, die sich auch bei einer gemeinsamen Übung mit den Kühnhausener Floriansjüngern gezeigt hat. Auch Schnellmannskreuth habe Interesse gezeigt. „Wir brauchen uns gegenseitig“, meinte der Kommandant. Ungebrochen hoch ist die Motivation der Feuerwehrler, sich fortzubilden und Leistungsabzeichen abzulegen. Hammerl beglückwünschte eine ganze Reihe Kameraden, die diese zusätzlichen Herausforderungen auf sich nehmen.

Das brandneue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) wurde im Juni in Dienst gestellt. Vier Wochen lang wurden täglich Übungen abgehalten, um die Maschinisten, die Mannschaft und Gruppenführer mit der Technik des Fahrzeugs vertraut zu machen. Bei einem Aktionstag wurde es der Bevölkerung vorgestellt. Seit Kurzem stehen dem Kommandanten mit Magnus und Manuel Hammerl zwei Stellvertreter zur Seite. Für Hammerl ist das eine große Entlastung, zumal die Anforderungen an die Ehrenamtlichen immer breiter gefächert und sehr zeitintensiv sind, wie er betonte. Ausdrücklich ging er auf die Verdienste der seit 40 Jahren aktiv im Dienst stehenden Kameraden Werner Habersetzer, Klaus Hartwig und Robert Veit ein. Schweren Herzens habe man Anton Hartwig nach 50 Jahren in den Ruhestand verabschieden müssen. Damit gehöre er mit noch einem Kameraden zu den im Landkreis am längsten aktiven Feuerwehrlern. „Mehr geht nicht“, meinte Hammerl auch in Bezug auf Hartwigs außergewöhnliche Einsatz- und Hilfsbereitschaft. Er wird auch als Ruheständler der Wehr erhalten bleiben. In Abwesenheit wurde er zum Beisitzer gewählt, nachdem er zuvor seine Bereitschaft dazu kundgetan hatte.

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